zu Fuß durch die Maxvorstadt

Lernen und Leben

Die Maxvorstadt Route führt uns in 10 Minuten vom Geschwister-Scholl-Platz an der Uni über Ludwigstrasse und Odeonsplatz zum Justizpalast und endet im alten botanischen Garten.

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Routenbeschreibung München Maxvorstadt

Wir starten am Marienplatz und nehmen dort die U3 Richtung Moosach bzw. U6 Richtung Garching Forschungszentrum. Nach zwei Stationen sind wir bereits am U-Bahnhof Universität, den wir in Richtung Akademiestrasse verlassen. Zuerst die Rolltreppe hoch und dann der Beschilderung Geschwister Scholl-Platz folgen. Unser Weg führt uns nach rechts zum Geschwister-Scholl-Platz, vor den Haupteingang der Ludwig-Maximilians-Universität.

Die Geschwister Sophie und Hans Scholl kämpften während des zweiten Weltkriegs als Teil der studentischen Widerstandsbewegung “Weiße Rose” gegen den Nationalsozialismus. Die Geschwister hatten in der Universität heimlich Flugblätter gegen die Nazis verteilt und wurden dafür zum Tode verurteilt. Wenn Ihr genau hinschaut, könnt ihr vor dem Haupteingang ihr letztes Flugblatt, in Stein eingelassen, sehen.

Nun gehen wir wieder zur Ampel an der U-Bahn und wechseln die Strassenseite. Von hier aus geht es nochmal in südlicher Richtung zum Odeonsplatz. Links von uns liegt jetzt der Professor-Huber-Platz.

Wie Ihr seht, befinden sich auf beiden Plätzen identische Springbrunnen. Deren Vorbilder stehen auf dem Petersplatz in Rom, deshalb werden sie auch Römische Brunnen genannt. Sie haben jeweils fast 10 Meter Durchmesser und eine über 8 Meter hohe Brunnensäule.

Auf dem weiteren Weg kommen wir am CaDu, dem Café an der Uni vorbei. Im Sommer könnt ihr mich gelegentlich unter einem der Sonnenschirme finden. Ich liebe es von hier aus das geschäftige Treiben rund um die Uni zu beobachten.

Direkt daneben befindet sich dann schon die Kirche St. Ludwig. Unbedingt sehenswert ist das Altarfresko „Das Jüngste Gericht“ von Peter Cornelius. Es ist das zweitgrößte der Welt. Ebenfalls sehenswert sind die Kalksteinfiguren der vier Evangelisten mit Christus von Ludwig von Schwanthaler. Eine Besonderheit der Kirche ist das in vielen verschiedenen Farben eingedeckte Mosaikdach.

Nur ein paar Meter weiter und wir stehen vor der bayerischen Staatsbibliothek, auch Stabi genannt. Neben dem Gesamtbestand von ca. 10 Millionen gedruckter Werke befindet sich hier auch ein Exemplar der Gutenberg-Bibeln. Die Benutzung der Bibliothek ist kostenlos und so laden die großen Räume mit ihrem nostalgischen Charme zum ungestörten Schmökern ein.

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Weiter geht’s Richtung Odeonsplatz. In Höhe Starbucks leisten wir uns einen ersten kleinen Rundblick auf den Beginn des Odeonsplatzes, der sich vom Reiterstandbild Ludwig I. bis zur Feldherrnhalle erstreckt. Das Konzept zur Maxvorstadt stammt übrigens von König Maximilian I, den die Bayern liebevoll König Max nannten. Gesehen hat er sie leider nie, sein Nachfolger Ludwig I. hat sie aber ab 1825 nach seinen Entwürfen bauen lassen.

Das Gebäude hinter uns ist das sog. Bazargebäude. Genau wie heute waren hier bereits im frühen 19. Jahrhundert exklusive Läden untergebracht. Das Café Tambosi ist eine Münchner Institution für alle, die sehen und gesehen werden wollen. Es bildet nach Süden hin den Abschluß des Bazargebäudes.

Durch das große Tor gelangen wir in den Hofgarten der Residenz, dem wir in einer eigenen Tour mehr Aufmerksamkeit schenken werden. Für heute soll uns ein Besuch der wunderschönen Hofgartenterasse des Café Tambosi genügen.

Die zwei auffallendsten Gebäude des Odeonsplatzes sind die Feldherrnhalle und die Theatinerkirche. Mit der Feldherrnhalle im Rücken, haben wir einen wunderschönen Blick auf die Nord-Südachse der Ludwig- und Leopoldstrasse mit dem Siegestor in der Mitte. Die Stufen der Feldherrnhalle sind beliebter Treffpunkt bei den Münchnern und Ihren Gästen. Angesichts des lebensfrohen Treibens werden die wenigsten daran denken, was hier alles schon geschehen ist. So war die Feldherrnhalle eine Kultstätte der Nationalsozialisten, weil hier am 9. November 1923 der Aufstand der Putschisten niedergeschlagen worden war. Jedes Jahr erinnerte ein Propaganda-Marsch auf die Feldherrnhalle an die 16 getöteten Putschisten. An der Ostseite des Denkmals war eine Gedenktafel angebracht, der Passanten per Hitlergruß die Ehre erweisen mussten.

Schauen wir von den Stufen der Feldherrnhalle nach links, so fällt unser Blick auf die hellgelbe  Fassade der Theatinerkirche St. Kajetan. Sie ist im späten 17. Jahrhundert im Stile des italienischen Spätbarocks erbaut worden. Der Innenraum beeindruckt mit Stuckarbeiten und korinthischen Säulenelementen und ist vornehmlich in Weiß gehalten.

Auf dem Weg zum alten botanischen Garten werfen wir noch einen Blick auf den Wittelsbacherplatz mit seinem bronzenen Reiterdenkmal, das Maximilian I. darstellt. Wegen seiner zentralen Lage in München wird der Platz gern für Veranstaltungen genutzt. Beliebt sind der Hamburger Fischmarkt im Sommer und der mittelalterliche Weihnachtsmarkt im Winter. Hier befindet sich übrigens die Konzernzentrale der Siemens AG.

Auf unserem weiteren Weg kommen wir noch am Café Luitpold vorbei. Den etwas angestaubten Stil muss man mögen, aber die Konditorei-Abteilung ist über jeden Zweifel erhaben. Doch wir wollen am Wittelsbacher Brunnen und am Justizpalast vorbei weiter zum alten botanischen Garten.
Dazu verlassen wir die Briennerstrasse nach links, gehen am Maximiliansplatz und Lehnbachplatz entlang, bis uns der Justizpalast vor uns und der Eingang zum alten botanischen Garten rechts neben uns, ins Auge fällt. Der neobarocke Justizpalast ist deutschlandweit einer der prachtvollsten Orte, die je für die Justiz errichtet wurden. Mit seiner majestätischen Glaskuppel prägt er das Stadtbild rund um den Karlsplatz. Im Lichthof des Justizpalastes befindet sich in circa 67 Meter Höhe die gewaltige Glaskuppel. Mit mächtigen Treppenbauten und drei großen Rundbogenfenstern unterstreicht die Justiz hier ihre Autorität auf beeindruckende Weise. Im Jahr 1943 war der Justizpalast Schauplatz der Prozesse gegen die Mitglieder der Weißen Rose.

Der Anfang des 19. Jahrhunderts ursprünglich als botanisches Gelände geplante Garten, kann auf eine bewegte Geschichte zurückschauen. Heute ist er ein Erholungsraum mitten im Herzen Münchens und wird als öffentliche Grünanlage ausgewiesen. Ein besonderes Kleinod ist der etwas versteckt liegende Biergarten, in dem man ganz nach bayerischer Tradition seine mitgebrachten Speisen verzehren darf.

Etwa 100 Meter vom Justizpalast entfernt, findet ihr die Ubahnstation Karlsplatz, von wo ihr nach nur einer Station wieder am Marienplatz ankommt. Bei schönem Wetter lohnt sich auch der Spaziergang zum Marienplatz durch die Fußgängerzone. [/read]

Essen und Trinken in der Maxvorstadt
Köche

Auf die Schnelle. Café, Bars und Imbiss.

  • Tambosi
    eine Institution in München mit wunderschönem
    Wirtsgarten im Innenhof

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  • Starbucks
    wie immer ;-)

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  • San Francisco Coffee Company
    cool, stylish, direkt an der Feldherrnhalle

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  • Café Luitpold
    klassisches Konditorei-Café im Stil der Siebziger.
    Schöne Terasse. Schräg gegenüber vom Wittelsbacherplatz

Bayrisch und draussen. Biergärten.

Zeit zum Geniessen. Restaurants.

  • Filmcasino
    hier trifft sich die Medienwelt

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  • Koi
    angeblich Münchens bester Japaner

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  • Asado Steakhouse
    direkt am Maximilansplatz

Map der Sehenswürdigkeiten

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